Ohne Internet kein SaaS: Als Bereitstellungs- und Übertragungsmedium ist das Web für Service-basierte Strukturen unerlässlich. Dennoch denkt man bei Software-as-a-Service-Projekten in der Regel zuerst an bspw. ERP- oder CRM-Systeme – von Website-as-a-Service-Angeboten ist selten die Rede.
Für SaaS-Transformationen und Probefahrten mit dem Abonnementgedanken entpuppt sich jedoch eben dieser technologische Teilbereich als idealer Kandidat.
Rahmenbedingungen
Der Internetauftritt eines Unternehmens – gleich ob es sich dabei um CMS-Plattform, B2B-Bestellportal oder Webshop handelt – erfüllt meist alle klassischen Voraussetzungen für einen Bezug als Service: Zunächst erfordern die entsprechenden Anwendungen, speziell in Bezug auf potenzielle Sicherheitslücken und Exploits, regelmäßige Aktualisierungen. Die Anzahl der Installationen im Unternehmen geht gegen Eins und zu Betrieb, Wartung und kontinuierlicher Weiterentwicklung des gewählten Systems bedarf eines sehr speziellen, außerhalb der Webwelt nur schwer einsetzbaren, Knowhows. Speziell im Bereich der E-Commerce-Applikationen erfüllen die SaaS-Modelle noch eine weitere, essentielle Rahmenbedingung: Skalierbarkeit. Einen transaktionsüberlasteten Onlineshop im (eigenen) Live-Betrieb auf ein neues, leistungsstärkeres System „übersiedeln“ zu müssen, ist nicht nur für Kunden eine unangenehme Erfahrung.
Awareness.
Die Hauptsorge von CIOs und IT-Abteilungen gilt nur selten der Webpräsenz des Unternehmens. Mit Rücksicht auf die Wirtschaftlichkeit liegt ihre Fokus auf Lauffähigkeit und Weiterentwicklung derjenigen Bereiche, die am engsten mit dem Geschäftsalltag verwoben sind: Business Intelligence, Ressourcenplanung, Auftragsabwicklung – und das ist gut so. In einer immer noch vom Wildwuchs der letzten Jahre geprägten Software-Landschaft haben Optimierungsvorhaben und der Abbau IT-interner Barrieren klar Vorrang. Weshalb also das Stiefkind Webpräsenz nicht einfach als Service beziehen? Das mit den Internetauftritten verbundene Geschäftsrisiko ist im Vergleich zu jenem der Kernsysteme relativ gering, das erforderliche Knowhow im Unternehmen meist eingeschränkt vorhanden und dieses dann noch für eine einzelne Anwendung und über mehrere Jahre hinweg zu erhalten, ist ohnehin eine unverhältnismäßig kostspielige Angelegenheit. Was bei der Nutzung eines stets gewarteten und aktualisierten Websystems als Dienstleistung für CIO und CFO unterm Strich übrig bleibt, ist ein völlig kostentransparenter, beliebig skalierbarer Service nebst der Aufgabe, den jeweils gewünschten Content einzustellen.
Angebot.
Die geringe Verbreitung von SaaS-Modellen für Internetauftritte fußt jedoch überraschenderweise nicht unbedingt in einer mangelnden Awareness seitens der Unternehmen. Wirklich Business-taugliche Angebote sind bis dato verhältnismäßig dünn gesät. Dabei steht der Entwicklung entsprechender Dienste gerade dank der Vielzahl verfügbarer OpenSource-Lösungen alle Türen offen. Mit offenem Quellcode, Null-Lizenzkosten und der regen Entwicklungsgemeinschaft rund um die zentralen OS-Vertreter sind den Vernetzungsmöglichkeiten zwischen den Systemen kaum Grenzen gesetzt und ist zudem der Weg frei für dynamische Angebotsmodelle und langfristige, qualitätsorientierte Kooperationen.



Website as a Service
