1. Bilder richtig verwenden
Da Grafiken (wie Anhänge) prinzipiell eine Einbettung von Viren und anderem schädlichen Content ermöglichen, neigen viele E-Mail-Clients (wie auch Google Mail, jene von Smartphones, etc.) dazu, externe Inhalte - und damit auch Bilder - zunächst zu deaktivieren. Dies führt rasch dazu, dass ein ansprechend gestaltetes HTML-Mail plötzlich gar nicht mehr aussieht wie vom Designer ursprünglich angelegt.
Vor dem Versand des Mails gilt es daher stets die Anzeige mit abgeschalteten Images zumindest (und am besten in mehreren Client-Anwendungen) zu testen.
Umsicht gilt es auch bei der Auswahl der verwendeten Grafiken an den Tag zu legen: Platz ist kostbar und eine übermäßige Verwendung von Grafiken führt rasch zu einer Reizüberflutung, die von der eigentlichen Werbebotschaft ablenkt. Drei bis vier attraktive, kleine Bilder mit hohem Bezug zu den vorgestellten Angeboten sowie entsprechender Optik sorgen für eine gute Balance in HTML-Mails.
2. Aktionsindizierender Content
Nicht nur die kurze Aufmerksamkeitsspanne beim Lesen eines Mails spricht für die Verwendung von "Anreißern": Ein kurzer Vorgeschmack auf den Inhalt samt einem Link zum "Weiterlesen" oder "Mehr erfahren" steigert die Bereitschaft des Kunden zum Klicken eines Links und weckt die Neugier. Prinzipiell sollte jeder Abschnitt eines Mails mit einer Möglichkeit zur Interaktion versehen sein - in diesem Sinne empfiehlt es sich auch, Titel und Überschriften zu Links zu machen und direkt mit dem relevanten Inhalt auf der eigenen Website zu verknüpfen.
Angenehmer Nebeneffekt: Durch das "Weiterleiten" des Empfängers aus dem E-Mail-Programm auf die eigene Website bieten sich interessante Gelegenheiten für den Zusatzverkauf - die sich durch die Verwendung eigener Landing-Pages (der Zielseiten einzelner Links) stark an die Interessen der Kunden anpassen lassen.
Wie für alle anderen Inhalte im Web gilt auch für Mails: Content einfach und übersichtlich halten. Der gezielte Einsatz von Listen, Umbrüchen und einer entsprechend einfach zu lesenden Schrift wirkt bei der Steigerung der Aufnahmebereitschaft wahre Wunder.
3. Die Wahl des Layouts
Der Newsletter-Dienst Mailchimp bietet seinen Mailversand-Kunden ein Tool mit dem Namen "Inbox-Inspector". Dieser erstellt (gegen eine Gebühr) Voransichten der gestalteten Mail in 25 der gängigsten E-Mail-Anwendungen. Ähnlich den Internet-Browsern interpretieren auch Mailprogramme die Darstellung der (HTML-)Inhalte auf ihre ganz eigene Weise - und so sieht ein Mail nicht zwangsweise in allen Applikationen gleich aus.
Eine besondere Bedeutung kommt dieser Problematik bei der Verwendung von mehrspaltigen, oder verschachtelten Layouts zu: So neigen z.B. ältere Mobiltelefone dazu, HMTL-gestaltete Mails in einer grauenhaften Weise darzustellen. Für das Bewerben eines einzelnen Angebots empfiehlt sich üblicherweise ein einspaltiges Layout - beim Versand klassischer Newsletter hingegen sollte die Anzahl der eingesetzten Spalten 2 nicht übersteigen.



